BiblioFreak

11.02.2016 | Von Herbert Staub | Öffentlichkeitsarbeit | BiblioFreak | Bibliothek und Schule

Auch für Schulbibliotheken

Von Herbert Staub
Herbert Staub hat 24 Jahre im Bereich Dokumentation und Archive von Schweizer Radio und Fernsehen gearbeitet. Seit 2012 ist er selbständig und erbringt Dienstleistungen im Bereich Bibliothek, Dokumentation und Archiv. Er ist Präsident von BIS, Vorsitzender der Ausbildungsdelegation I+D, Chefexperte I+D der Schulregion Zürich und Geschäftsführer von BiblioFreak Schweiz.
Seit April 2015 läuft BiblioFreak, die Imagekampagne für Bibliotheken, und die Resonanz ist sehr positiv: 335 Bibliotheken in der ganzen Schweiz – darunter 60 Schul- und Gemeindebibliotheken – sind bis jetzt mit von der Partie und nutzen die Kampagnen-Elemente, um in der Öffentlichkeit auf sich und ihre Angebote aufmerksam zu machen.

Das ist nötiger denn je. Denn immer noch zu viele Leute haben keine Ahnung, was eine öffentliche Bibliothek tut, welche Angebote und Serviceleistungen sie bietet und welch wichtige Funktion sie im sozialen und kulturellen Leben einer Gemeinde einnimmt. Jüngstes Beispiel für diese Ignoranz ist ein Interview mit Rafael Ball, Direktor der ETH-Bibliothek, in der NZZ am Sonntag, in dem er verlauten lässt: Schul- und Gemeinde-Bibliotheken täten nichts anderes als Inhalte sammeln und hätten darum im Zeitalter von Internet ihre Daseinsberechtigung verloren.
 
Deshalb unsere Aufforderung an Sie: Beteiligten Sie sich an der Image-Kampagne BiblioFreak. Registrieren Sie Ihre Bibliothek und profitieren Sie von den verschiedenen PR-Möglichkeiten, um zu zeigen, wie wichtig Schul- und Gemeindebibliotheken auch im digitalen Zeitalter sind!
 
Wie können Schulbibliotheken die Kampagnen-Elemente nutzen?
BiblioFreak ist eine emotionale Kampagne, die Herz und Kopf anspricht. Sie arbeitet mit Porträts und Testimonials, in denen sich Benutzerinnen und Benutzer als BiblioFreak präsentieren und sich zu ihrer Bibliothek bekennen. Aussenwirkung ist ein zentrales Element der Kampagne.
 
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Die Kampagnensujets mit den grossen Porträts vor schwarzem Hintergrund fallen auf. Die Bilder und Bekenntnisse machen neugierig und leiten den Betrachter/die Betrachterin weiter auf die Webseite mit Hunderten von Testimonials: Hier werden Bibliotheken für ihre Auswahl an Sach- oder Lotta-Leben-Bücher gelobt. Nutzerinnen und Nutzer halten im wahrsten Sinne des Wortes sogar ihren Kopf hin für ihre Bibliothek. Das Instrument dazu ist die Website DeinBild.

«DeinBild»
Die Anwendung von «DeinBild» ist sehr simpel: Sie brauchen ein schwarzes Tuch als Hintergrund und ein Smartphone oder Tablet. Fertig. «DeinBild» lässt verschiedene Verwendungen des Bildes zu. Die Porträtierten können ad hoc entscheiden, was mit ihrem Bild geschieht. Soll es nur der Bibliothek zur Verfügung stehen oder darf es auf Facebook hochgeladen werden? Automatisch online gestellt und archiviert wird nur ein kleines Bild auf der Seite Freaks von „DeinBild“. (Mehr dazu im Kampagnen-Manual, das als Download im Login-Bereich auf www.bibliofreak.ch zur Verfügung steht.)
 
Kinder als BiblioFreaks
Mit «DeinBild» ist die Kreation von Testimonials kinderleicht. Es ist von und mit Schulkindern problemlos zu benutzen. Mit den positiven Erfahrungen, die sie mit ihrer Bibliothek verbinden, sind Kinder hervorragende Botschafter, welche die Idee der Schulbibliothek weitertragen, in die Familie, zu den Freunden, in den Sportverein und die Jugendmusik. Aber Achtung: Wenn Sie Bilder ihrer kleinen Nutzerinnen und Nutzer für einen öffentlichen Auftritt verwenden wollen, brauchen Sie die Einwilligung der Eltern. Das gilt auch für die kleinen Bilder der Testimonials. Oder: Sie lassen sich etwas anderes einfallen. Wir zeigen Ihnen drei gelungene Beispiele von BilbioFreak-Aktionen öffentlicher Bibliotheken.
 
Bibliothek Herisau
Die Bibliothek Herisau porträtiert ihre kleinen BiblioFreaks mit einem Buch vor dem Gesicht. Mit dieser attraktiven Bildidee werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Es gibt kein Problem mit dem Persönlichkeitsschutz, es wird Lesestoff aus dem Bestand präsentiert und die Kinder können sagen, warum sie diese Bücher lieben.
 
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Stadtbibliothek Thun
Eine BiblioFreak-Fotoaktion kann auch mit Platzhaltern realisiert werden. Die Stadtbibliothek Thun hat dafür die Lieblings-Stofftiere der Kinder verwendet und so mit einer einfachen Idee eine höchst attraktive und ansprechende Bildserie kreiert.
 
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Bibliotheken Hedingen und Frauenfeld 
Die Bibliothek in Hedingen hat die Bilder nicht online gestellt, sondern ausgedruckt und beim Eingang zur Bibliothek eine Art Wandbild kreiert, das ganz offensichtlich Aufmerksamkeit erregt. Frauenfeld hat die Wandtapete kombiniert mit einer Galerie auf der Webseite.
 
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Bibliothek Thierachern, oder: Es geht auch ohne Fotos
Wer ganz auf Fotos verzichten will, kann es machen wie die Bibliothek Thierachern: Zeichnen statt fotografieren. Die Bibliothek schreibt einen Wettbewerb unter den Schulklassen aus, bei dem das schönste BiblioFreak-Buchzeichen prämiert wird. Auf der einen Seite das BiblioFreak-Logo, die andere Seite kann selber gestaltet werden. Das ganze wird laminiert und fertig ist das Buchzeichen für den Wettbewerb.
 
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Als Preis winkt ein Büchereinkauf: Die Gewinner-Klasse darf in der lokalen Buchhandlung Bücher einkaufen. Begleitet vom Bibliotheks-Team in BiblioFreak-T-Shirts.
 
Holen Sie sich Unterstützung!
Lassen Sie sich von diesen Beispiele inspirieren. Sie zeigen, dass die Imagekampagne BiblioFreak auch von Schulbibliotheken sehr gut eingesetzt werden kann. Nutzen Sie Gelegenheiten wie Dorffeste, Gewerbeschauen und Jubiläen, um auf Ihre Bibliothek aufmerksam zu machen.
Sollten Sie eine grössere, aufwändigere Aktion mit regionaler Ausstrahlung planen, reichen Sie beim Verein BiblioFreak ein Gesuch für finanzielle Unterstützung ein. Der Eingabetermin ist der 31. Mai 2016. Die Bedingungen für die Gesuche finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!
 
Herbert Staub, Geschäftsführer von BiblioFreak Schweiz

 
Mehr Informationen:
BiblioFreak: Eine nationale Imagekampagne für Bibliotheken >
www.bibliofreak.ch >